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TEXT   Stefanie Syren

Den Garten winterfest machen, Kübelpflanzen einräumen und das Wasser abstellen. Mehr gibt es im Herbst nicht zu tun? Von wegen. Solange der Boden noch die Wärme des Sommers in sich trägt, kann gepflanzt werden. Profis wissen, warum und bei welchen Arten sich das lohnt.

Zugegeben, das Frühjahr gilt als ideale Zeit zum Pflanzen. Im Herbst ist aber ebenfalls Pflanzsaison – für manche Gewächse sogar die bessere. Was dann gepflanzt wird, kann außerdem schon von der To-Do-Liste für den Frühling gestrichen werden. Und professionelle Unterstützung ist gegen Ende der Saison auch leichter zu bekommen, wie Ueli Leuthold, Gärtner von Eden aus Oberrieden im Kanton Zürich, weiß. „Außerdem kist es im Frühjahr oft so feucht, dass eine schonende Bodenbearbeitung schwierig ist“, nennt er einen weiteren Vorteil von Herbstpflanzungen – und es gibt noch viele mehr:

Spät gepflanzt, früh gestartet

„Die Pluspunkte einer späten Pflanzung sind zwar nicht gleich Zeit sichtbar, aber trotzdem vorhanden, erzählt Matthias Pötter, Gärtner von Eden aus Gronau in Westfalen: „Pflanzen wachsen im Herbst oberirdisch oft nicht mehr, bilden aber noch viele Wurzeln. Das ist eine gute Basis für das nächste Frühjahr.“ Vor allem Gehölze profitieren davon. Bei diesen größeren und strukturbildenden Pflanzen sei es auch in gestalterischer Hinsicht praktisch, nach dem Sommer zu pflanzen, so Ueli Leuthold: „Wenn ich die Laubgehölze bis Anfang November noch in der Baumschule aussuche, sehen sie oft noch wie im Sommer aus.“ Das erleichtert die Pflanzenauswahl auch für die Kunden, denn im März kann man sich den jeweiligen Baum oder Strauch nur im entlaubten Zustand ansehen. Gerade bei Solitären ist diese sorgfältige Auswahl durchaus sinnvoll und die Gehölze können schon bald nach der Reservierung gepflanzt werden.

Wurzelnackte Pflanzen nutzen

Bei jungen Gehölzen, die wurzelnackt, also ohne Erdballen, in der Zeit der Vegetationsruhe verkauft werden, ist der Herbst ohnehin die beste Option zum Pflanzen, weiß Matthias Pötter: „Dann sind die Pflanzen gerade geerntet worden und noch richtig frisch.“ Ueli Leuthold ergänzt: „Auch die Auswahl und die Menge wurzelnackter Gehölze ist im Herbst größer als im Frühjahr.“ Grundsätzlich ist das Einsetzen wurzelnackter Pflanzen bis einschließlich März ideal – immer vorausgesetzt der Boden ist nicht gefroren. Wurzelnackte Gehölze wachsen häufig besser an, als die im Topf verkaufte Ware, sind im Gartencenter aber normalerweise nicht erhältlich. Für Gartenprofis gehört der Einsatz wurzelnackter Pflanzen aus der Baumschule aber zum Alltag.

Wen es wurzelnackt gibt

Pflanzen ohne Erde zu setzen, lohnt sich nicht nur bei großen Stückzahlen wie sie für Hecken gebraucht werden, sondern auch bei Obstgehölzen und
hochpreisigen Arten wie der Rose. Großbäume und die meisten Immergrünen werden hingegen besser mit Ballen oder im Container gekauft.  

 Wurzelnackte Klassiker:
-Rosen
-Hainbuchen (Carpinus betulus)
-Kornelkirschen (Cornus mas)

Ausnahmen gibt es

Eher frostempfindliche Gewächse – sowohl Stauden als auch Gehölze – sollten grundsätzlich erst im Frühling gepflanzt werden und schon einige
Monate im Garten etabliert sein, bevor es kalt wird. Das gilt auch für kurzlebige Arten, die dann die Möglichkeit haben, sich auszusäen.

Beispiele:
-Patagonisches Eisenkraut (Verbena bonariensis)
-Prachtkerze (Gaura lindheimeri)
-Japan-Anemone (Anemone japonica)
-Ziergräser, z.B. Lampenputzergras (Pennisetum)

Gehölze:
-Garten-Hortensie (Hydrangea macrophylla)
-Rhododendron
-Hibiskus
-Magnolie

in milden Regionen:
-Kamelie (Camellia), falls Sorte für Fotos gesucht, z.B. ‘Spring Festival‘
-Seidenbaum (Albizia julibrissin)

Stauden sind flexibel

Anders als Gehölze werden Stauden fast ausschließlich im Topf verkauft und können meist vom Frühjahr bis zum ersten Frost gepflanzt werden.
Arten, die im Herbst zu Hochform auflaufen, haben den Vorteil, dass sie den Garten sofort nach der Pflanzung schmücken.

Beispiele: 
Hohe Fetthenne (Sedum Hybriden, z.B. ‘Herbstfreude’)
Oktobermargerite (Leucanthemella serotina)
Glatte-Aster (Aster laevis)
Zottiges Silberglöckchen (Heuchera villosa var. macrorrhizza )

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