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TEXT   Andreas Tenhafen

In Kloster- und Botanischen Gärten haben sie ihren festen Platz, und auch in Schreber-  und Bauerngärten gehören Heilpflanzen zum Inventar. Immer häufiger sind sie zudem in Privatgärten anzutreffen – wegen ihrer kurierenden oder pflegenden Wirkung, aber auch, weil sie optische und duftende Akzente setzen.

Den ab Juni blühenden und duftenden Lavendel kennt fast jeder. Er weckt Erinnerungen an den letzten Sommerurlaub in der Provence, die im Juli und August geradezu bedeckt ist von einem lila Blütenmeer. Lavendel ist aber nicht nur schön anzusehen und riecht gut, er ist auch eine Heilpflanze mit beruhigender und antiseptischer Wirkung. Die zerriebenen Blätter eignen sich sogar als Gewürz beim Kochen.
Ein solcher Tausendsassa sind zwar nicht alle Heilpflanzen, als Bereicherung für den eigenen Garten kommen dennoch viele in Frage, wie Gärtner von Eden Reinhard Wahlers aus Scheeßel betont: „Es gibt sehr unterschiedliche Arten von Heilpflanzen und bei nicht wenigen lohnt es sich, sie in die Gartengestaltung einzubeziehen. Vor allem für Naturmenschen, aber auch für Genießer und Ästheten können sie eine Bereicherung des eigenen Grüns darstellen, aus verschiedenen Gründen.“ Voll im Trend liegt der Wunsch, sich mit Heilpflanzen und -kräutern aus dem eigenen Garten selbst versorgen zu können, zum Beispiel bei Husten oder Schnupfen. Mit Fenchel, Lindenblüten oder Poleiminze etwa lassen sich Tees, Lösungen zum Gurgeln und Badezusätze herstellen, die wohltuende Wirkung auf die Atemwege haben. Heilpflanzen sind aber auch gefragt, wenn es summen soll im heimischen Grün. Schwarzer Holunder, auch Fliederbeere genannt, hat zum Beispiel hat große Bedeutung als Nahrungspflanze für Bienen, Hummeln und andere Insekten. Und auch optisch setzen Heilpflanzen Akzente. Reinhard Wahlers nennt Beispiele: „Wer seinem Garten einen mediterranen Charakter geben möchte, der sollte Rosmarin, Thymian, Salbei oder eben Lavendel in ihm gedeihen lassen. Ein Kräuterbeet etwa schafft einen bestimmten Raum und erfüllt somit einen wesentlichen Aspekt bei der Gartengestaltung. Als Sichtschutz wiederum eignet sich die Hundsrose, die im Juni mit vielen schönen weiß-rosa Blüten aufwartet, damit Hummeln und Bienen in den Garten lockt, und im Spätherbst vitaminreiche Früchte, die Hagebutten, trägt. Sehr schön ist auch das perforierte Johannhiskraut, das sich gerne an trockenen sonnigen Stellen verbreitet.“


Reinhard Wahlers
»"Vor allem Naturmenschen, aber auch für Genießer und Ästheten können sie eine Bereicherung des eigenen Grüns darstellen."«

Schwarzer Holunder
»Pflanzenfamilie: Moschuskrautgewächse
Heilwirkung: anregend, entzündungshemmend, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Erkältung, Insektenstiche
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Beeren, Rinde, Blätter
Darreichungsform: Saft, Tee, Umschläge
Erntezeit: Blätter: Mai, Juni; Beeren: August, September
Standort: anspruchslos
In der Gartengestaltung geeignet als: Strauch, Sichtschutz «
Rosmarin
»Pflanzenfamilie: Lippenblütler
Heilwirkung: entspannend, entzündungshemmend,
Anwendungsbereiche: Erschöpfung, niedriger Blutdruck, Rheuma
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
Darreichungsform: Gewürz, Tee, Salbe, Badezusatz
Erntezeit: Mai bis Oktober
Standort: kalkreiche Böden, lichtreich
In der Gartengestaltung geeignet als: Zierpflanze «


Weißdorn
»Pflanzenfamilie: Rosengewächse
Heilwirkung: beruhigend, durchblutungsfördernd, gefäßerweiternd
Anwendungsbereiche Bluthochdruck, Herzprobleme
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter, Früchte
Darreichungsform: Tee, Tinktur
Erntezeit: Blüten: Mai, Juni; Blätter: Mai, September; Früchte: August, September
Standort: sonnig
Im Garten geeignet als: Sichtschutz, Zierstrauch, Nahrungspflanze «

Sonnenhut
»Pflanzenfamilie: Korbblütler
Heilwirkung: antibakteriell, entzündungshemmend, schmerzstillend, immunstimulierend
Anwendungsbereiche: z. B. Bronchitis, Erkältung, Gelenkentzündungen
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln, Kraut
Darreichungsform: Tee, Tinktur
Standort: Sonne, Halbschatten
Im Garten geeignet als: Zierpflanze
Erntezeit: Wurzeln: Frühjahr, Herbst; Kraut: Juli bis September «
Engelwurz (Angelika)
»Pflanzenfamilie: Doldenblütler
Heilwirkung: antiseptisch, krampflösend
Anwendungsbereiche: Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl, Blähungen
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln, Blätter, Samen
Darreichungsform: Tee, Tinktur
Standort: feucht, nährstoffreich, sonnig bis halbschattig
Im Garten geeignet als: Zierpflanze
Erntezeit: Wurzel: Frühjahr, Spätherbst; Blätter: Juni, Samen: Oktober bis Dezember«

März-/Duftveilchen
»Pflanzenfamilie: Veilchengewächse
Heilwirkung: schleimlösend, beruhigend, antibakteriell
Anwendungsbereiche: Bronchitis, Keuchhusten
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter, Samen, Wurzelstock
Darreichungsform: Tee, Sirup
Erntezeit: Blätter, Blüten: März, April; Wurzeln: September, Oktober
Standort: lichte bis halbschattige Plätze
Im Garten geeignet als: Bodendecker, Zier- und Duftpflanze «

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