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TEXT   Jana Kopp

Tee ist ein vielseitiges Getränk, das verschiedenste Aromen entfalten kann und überall auf der Welt geschätzt wird – dabei basieren die vielen erhältlichen Teesorten auf den getrockneten Blättern einer einzigen Pflanze. Wie ihre reiche Nuancenvielfalt entsteht, zeigt eine kleine Reise in die Teeregionen der Erde.

Um den Ursprung von Tee ranken sich fantasievolle Mythen von chinesischen Kaisern oder indischen Königssöhnen, die den Aufguss mit Teeblättern erfunden haben sollen – kein Wunder, immerhin ist Tee in Ländern wie China, Indien oder Japan ein echtes Kulturgut mit einer traditionsreichen Geschichte. Wirklich sicher ist allerdings nur, dass die Blätter der Teepflanze bereits im 3. Jahrhundert vor Christus in China als Medizin gebraucht wurden. Seitdem haben sich auf der ganzen Welt Teekulturen entwickelt, die vor allem dem Genuss frönen, denn die Blätter der Teepflanze entfalten in heißem Wasser nuancenreiche Aromen. Obwohl die Art, botanisch Camellia sinensis genannt, gerade einmal in zwei Formen vorkommt, warten die Teesorten aus verschiedenen Anbaugebieten der Welt mit einer großen aromatischen Vielfalt auf. Dahinter steckt eine Vielzahl an Veredlungsverfahren, die jede Teesorte individuell in Farbe, Geschmack, Wirkung und Inhaltsstoffen prägen.

Um den Ursprung von Tee ranken sich fantasievolle Mythen von chinesischen Kaisern oder indischen Königssöhnen, die den Aufguss mit Teeblättern erfunden haben sollen – kein Wunder, immerhin ist Tee in Ländern wie China, Indien oder Japan ein echtes Kulturgut mit einer traditionsreichen Geschichte. Wirklich sicher ist allerdings nur, dass die Blätter der Teepflanze bereits im 3. Jahrhundert vor Christus in China als Medizin gebraucht wurden. Seitdem haben sich auf der ganzen Welt Teekulturen entwickelt, die vor allem dem Genuss frönen, denn die Blätter der Teepflanze entfalten in heißem Wasser nuancenreiche Aromen. Obwohl die Art, botanisch Camellia sinensis genannt, gerade einmal in zwei Formen vorkommt, warten die Teesorten aus verschiedenen Anbaugebieten der Welt mit einer großen aromatischen Vielfalt auf. Dahinter steckt eine Vielzahl an Veredlungsverfahren, die jede Teesorte individuell in Farbe, Geschmack, Wirkung und Inhaltsstoffen prägen.

Mit der Verarbeitung kommt die Vielfalt

Der frisch gepflückte Tee wird noch im Anbauland verarbeitet, um die beste Qualität sicherzustellen. Schwarzteesorten entstehen hauptsächlich in Asien, Afrika und Südamerika, wo die Teesträucher in tropischen und subtropischen Regionen kultiviert werden. „Schwarzer Tee ist der Lieblingstee der Deutschen“, weiß man bei Tee Gschwendner in Meckenheim. „Typische Schwarztees sind zum Beispiel die Sorten Darjeeling, Assam oder Ceylon.“ Allgemein hat schwarzer Tee einen kräftigen und vollmundigen Geschmack, der sich je nach Sorte noch abstufen kann. Sein typisches Aroma erhält er vor allem bei seiner Verarbeitung: Nachdem ausgebildete Teepflückerinnen die Blätter gesammelt haben, wird die Ernte gewelkt. Danach werden die noch grünen Blätter gerollt, der austretende Zellsaft reagiert mit dem Sauerstoff aus der Luft, und es kommt zur sogenannten Fermentation. Dadurch entsteht das typische Geschmacksprofil. Anschließend trocknen die Teeblätter, bis sie schließlich in die Verpackung gelangen. Im Vergleich zu schwarzen Tees fällt bei grünen Tees ein Vorgang weg: Nach dem Pflücken werden die Blätter kurz erhitzt und können so nicht mehr fermentieren. Danach werden sie gerollt und im Heißluftofen getrocknet. Vor allem in China und Japan verarbeitet man die Blätter zu grünem Tee; er schmeckt besonders frisch und hat ein eher herbes Aroma. Bei manchen Teesorten orientiert man sich in der Verarbeitung auch zwischen schwarzem und grünem Tee, so beim Oolong, der nur kurzzeitig mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt und dadurch ein wieder anderes Aroma erhält. Je nach Verarbeitungsform bietet jede Sorte ein individuelles Geschmackserlebnis. Darüber hinaus steht jedes Anbaugebiet der Welt für seine ganz eigene Sorte. Die aus dem Nordosten Indiens stammende Sorte Darjeeling etwa bietet mit ihrer ersten Ernte im Frühjahr, dem sogenannten First Flush, ein so zart-blumiges Aroma, dass er nach der Verarbeitung direkt in den Handel gelangt. Um seine Frische zu bewahren, wird der First-Flush-Darjeeling nur zwei Wochen nach der Ernte mit dem Flugzeug eingeflogen und sollte auch bald danach getrunken werden. Die unterschiedlichen Verarbeitungsmethoden haben auch Einfluss auf die Inhaltsstoffe des Tees. In den Blättern befinden sich Vitamine und Aminosäuren, Mineralien, Flavonoide und natürlich Koffein. Der Grüntee Matcha aus Japan ist mit circa 64 Milligramm pro Tasse die Sorte mit dem stärksten Koffeingehalt, dicht gefolgt von schwarzem Tee mit durchschnittlich etwa 40 Milligramm. Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe können Teearten dann auch vielfältige Wirkungen zeigen: Grüner Tee etwa senkt den Blutdruck, schwarze Tees steigern die Konzentrationsfähigkeit und beleben. Ausschlaggebend sowohl für die Wirkung als auch für den Geschmack des Tees sind außerdem Wassertemperatur und -qualität sowie die individuelle Zeit, die der Tee zum Ziehen benötigt. Was jedoch alle Teearten gemeinsam haben, ist der Genussfaktor. So vielfältig wie das Getränk sind auch die Teetrinker Man sollte nie bloß bei einer Sorte bleiben, sondern die gesamte Vielfalt erleben.

 

Kleines Tee-Glossar

Schwarzer Tee
»Schwarzer Tee wird hauptsächlich in Asien, in den Tropen und Suptropen angebaut. Nach dem Trocknen wird der Tee zu schwarzem Tee fermentiert. Typische Sorten sind Darjeeling, Assam und Ceylon.«
Grüner Tee
»Grüner Tee basiert wie Schwarztee auf der Teepflanze Camellia sinensis. Nach dem Welken werden die Teeblätter erhitzt oder geröstet, danach aber nicht fermentiert. Aufgrund seines Koffeingehalts gilt er als gesunde Alternative zum Kaffee. Sencha, Matcha und der chinesische weiße Tee sind typische grüne Tees. «
Oolong-Tee
»Oolong ist eine traditionelle chinesische Teeart und wird nur leicht fermentiert. Er ist mild im Geschmack und besitzt mehr Koffein als Grüner Tee. «
Gelber Tee
»Gelber Tee wird in China hergestellt und gilt als besonders erlesen und gesundheitsfördernd. Bei der Herstellung werden nur die obersten Triebe verwendet. Im Gegensatz zu anderen Teearten muss gelber Tee nach dem Erhitzen längere Zeit ruhen und wird nicht fermentiert. Man bekommt ihn außerhalb Chinas nur in geringen Mengen.«

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