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Unsere Pflanze des Monats

Januar

Es genügt nicht, mit den Pflanzen zu sprechen,
man muss ihnen auch zuhören können.

Chimonanthus praecox

Chinesische Winterblüte

Die Chinesische Winterblüte, 1766 nach Europa eingeführt, stammt aus den Gebirgswäldern Ost-Chinas. Sie gehört zur Familie der Gewürzstrauchgewächse (Calycanthaceae). Ihre Namensbezeichnung verdankt die Winterblüte den griechischen Wörtern "cheimon" = Winter und "anthos"= Blüte. Der im Namen enthaltene Zusatz "praecox" ist ein Verweis auf die frühe Blüte vor dem Blattaustrieb. Als Glückssymbol betrachtet, werden in Japan frisch abgeschnittene Zweige für die Neujahrsfeierlichkeiten in eine Vase gestellt.

In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Blütenduft des Zierstrauches genutzt und  Blüten und Knospen als Mittel gegen Depressionen und Verstimmungen verabreicht. Tee, der mit Blüten der Winterblüte parfümiert ist, soll Wohlbefinden verbreiten.

Die Winterblüte wächst sehr langsam und kann eine Höhe von bis zu drei Metern und eine Breite von bis zu zwei Metern erreichen. Sie ist eine sommergrüne Pflanze. Im Herbst verfärbt sich das Laub von leuchtend gelbgrün bis goldgelb. Die krugförmigen Nüsschen werden zwischen fünf bis sieben Zentimeter lang und ziehen sich am oberen Ende zusammen. In unseren Breitengraden reifen die lederartigen Kapseln bis Ende Juni.

Diese Pflanze hat ihren Auftritt in der kalten Jahreszeit, denn ab Januar – bei sehr milden Temperaturen auch schon im Dezember – öffnen sich die Blütenknospen und blühen dann bis März. Scheint die Sonne auf die gelben Blütensterne, verströmen diese einen wunderbaren Geruch nach Vanille.
Ein sonniger bis halbschattigen Standort ist die bevorzugte Lage der Winterblüte. Temperaturen bis zu minus zehn Grad übersteht sie problemlos. Starker Dauerfrost lässt dann aber zuerst die Blütenknospen erfrieren und anschließend ganze Zweige. Daher sollte sie am besten etwas geschützt stehen.

Die Winterblüte verdient eine Einzelstellung im Vorgarten. Gut zur Verbreitung des angenehmen Duftes ist auch eine Pflanzung nahe der Terrasse an einer nach Süden ausgerichteten Hauswand.

 

Der Legende nach wollte ein halb erfrorenes, hungriges Rotkehlchen auf seinem Flug auf einem starken Ast Rast machen. Die Bäume ringsherum waren jedoch sehr ablehnenden dem kleinen Vogel gegenüber. Nur die Winterblüte, welche damals nur mit ein paar wenigen vertrockneten Blättern bestückt war, rief das Rotkehlchen zu sich und versuchte es mit seinem spärlichen Laubkleid zu schützen und zu wärmen. Die Hilfsbereitschaft dieser Pflanze wurde belohnt und Gott ließ glänzende und duftende Sterne auf seine Zweige regnen.

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