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Pflanze des Monats

Februar

Es genügt nicht, mit den Pflanzen zu sprechen,
man muss ihnen auch zuhören können.

Galanthus

Schneeglöckchen

Kaum steht der Vorfrühling ins Haus, da lässt sich auch schon das Schneeglöckchen blicken. Denn der deutsche Name „Schneeglöckchen“ bezieht sich auf das, den Frühling anzeigende Herausragen aus dem Schnee. Das Schneeglöckchen, mit botanischem Namen Galanthus, ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Von Mittel-, Südeuropa bis Vorderasien und im Kaukasus findet man die rund 20 Arten. In Mitteleuropa ist allerdings nur das Kleine Schneeglöckchen heimisch. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt in den Ländern rund um das Schwarze Meer.

Abgeleitet wird der botanische Name aus dem griechischen Wort gála für Milch und ánthos für Blüte. Man nennt das Schneeglöckchen auch: Frühlingsglöckchen, Hübsches Februar-Mädchen, Märzglöckchen, Marienkerzen, Milchblume, Schnee-Durchstecher, Schneetulpe oder Weißglatze.

Die braune, etwa einen Zentimeter große Zwiebel beherbergt jeweils einen Blütenstängel und in der Regel drei grundständige, lineare, graugrüne Laubblätter. Am Ende eines jeden Blütenstängels sitzt eine einzelne Blüte. Erblüht diese – oft schon im Januar oder Februar – so löst sie sich und hängt glockenförmig nach unten herab.

Schneeglöckchen stehen gerne unter Laubgehölzen und zwischen Sträuchern. Also am liebsten da, wo viel Licht auf den Boden fällt. Die winter- oder frühblühenden Arten bevorzugen vollsonnige Standorte, wohingegen die Spätfrühjahrsblüher, insbesondere unser heimisches Galanthus nivalis, halbsonnige Plätze bevorzugt. Besonders hübsch und aufgelockert wirken eine große Anzahl an Schneeglöckchen kombiniert mit anderen Frühblühern wie Winterlingen, Krokus oder Garten-Alpenveilchen.

Im Normalfall müssen Schneeglöckchen nicht vermehrt werden. Mit Hilfe der Ameisen erledigen sie das ganz alleine. Nachdem die Fruchtkörper aufplatzen, verteilt sich der Samen der Pflanzen. Dieses Saatgut nehmen die Ameisen auf und verteilen es an andere Orte.

Gärtnereien und Spezialversender bieten etwa 18 Arten und 500 Sorten an. Und nur beim genaueren Hinsehen erkennt man, wie unterschiedlich die Sorten sind. Es gibt richtige Schneeglöckchensammler und Liebhaber, die als "galanthophil" bezeichnet werden.

Das Märchen vom Schnee und dem Schneeglöckchen

Der Herr hatte alles in den schönsten Farben erschaffen. Das Gras, die Kräuter, die Blumen. Zu allerletzt machte er nun noch den Schnee und sagte zu ihm: „Deine Farbe kannst du dir selbst aussuchen. Du wirst bestimmt etwas finden.“
Und so ging der Schnee zum Gras und sagte: „Bitte gib mir deine grüne Farbe!“
Und er ging zur Rose, zum Veilchen und zur Sonnenblume. Denn der Schnee war sehr eitel. Er wollte ein besonders schönes Kleid haben.
Aber Gras und Blumen lachten ihn aus und schickten ihn fort.
Und so setzte sich der Schnee zum Schneeglöckchen und sagte traurig: „Gibt mir niemand eine Farbe, so wird es mir ergehen, wie dem Wind.
Er ist immer so stürmisch, weil ihn niemand sieht.“
Da hatte das Schneeglöckchen Erbarmen: „Wenn Dir mein Mäntelchen gefällt, so darfst Du es gerne nehmen.“
Voller Freude nahm der Schnee das Mäntelchen und ist seitdem weiß. Der Freund aller Blumen ist er nicht,
nur dem Schneeglöckchen ist er wohlgesonnen.

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