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Pflanze des Monats

April

Es genügt nicht, mit den Pflanzen zu sprechen,
man muss ihnen auch zuhören können.

Cercis siliquastrum

Judasbaum

Der Gewöhnliche Judasbaum gehört zur Familie der Johannisbrotgewächse (Caesalpiniaceae) und innerhalb dieser zur Gattung der Judasbäume. Er wächst als sommergrüner, großer Strauch oder auch als kleiner Baum und erreicht Wuchshöhen von 4 bis 8, seltener auch 10 bis zu 13 Metern. 

Die Legende besagt, dass sich Judas an einem solchen Baum erhängt hat. Daraufhin sei der Baum vor Scham rot angelaufen. Die runden Blätter, die sich erst während der Blüte bilden, kann man als die Silberstücke ansehen, mit denen Judas für seinen Verrat bezahlt wurde.

Der Gewöhnliche Judasbaum ist eines der wenigen in Europa vorkommenden Gehölze, bei denen die Blütenstände an älteren Stammteilen hervortreten. Dieses Phänomen nennt man Kauliflorie, Stammblütigkeit. Die Blüten treiben Anfang bis Mitte April vor dem Laub aus und scheinen das gesamte Gehölz in eine rosafarbene Wolke zu hüllen.

Die Früchte des Gewöhnlichen Judasbaums sind zehn bis zwölf Zentimeter lange, erst grüne, später hellbraune Hülsen. Sie haben Ähnlichkeit mit Zuckererbsen und bleiben oft bis zum Frühjahr haften. Im Gegensatz zu den Blüten, sind die Früchte leicht giftig. Die Blüten können roh gegessen werden und sind eine süßlich-saure Bereicherung und Dekoration für jeden Salat. Die Blütenknospen werden sauer eingelegt und als Gewürz verwendet.

 

Der Gewöhnliche Judasbaum wird als Ziergehölz verwendet. Er ist als junge Pflanze etwas frostempfindlich. Daher sollte man ihn am besten im Frühjahr an einen geschützten Standort pflanzen. Ist der Baum erst einmal gut eingewachsen, braucht er fast keine Pflege mehr. Im Winter gilt es jedoch die jungen Judasbäume vorsichtshalber dick mit Herbstlaub zu mulchen und zusätzlich die noch unverborkten Hauptäste vor der Wintersonne schützen, um Frostrisse zu vermeiden.

Dieses Gehölz verdient im Garten auf jeden Fall eine Einzelstellung in vorderster Reihe. Er sollte in alle Richtungen genügend Raum  haben, um seine malerische Krone entfalten zu können. Ein guter Standort ist ein großer Felsen- oder Steingarten, wo der Judasbaum mit verschiedenen anderen trockenheitsliebenden Ziergehölzen, Wildtulpen und Steingartenstauden kombiniert werden kann. Auch ein Platz im normalen Gartenboden sagt ihm zu. Hier sollte der Boden durchlässig und nicht zu feucht sein. Dort lässt er sich sehr gut mit den unterschiedlichsten Waldrandstauden unterpflanzen, da er zum einen ein tolerantes Wurzelwerk besitzt und seine lichte Krone zum anderen genügend Sonnenlicht durchlässt.

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