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Zum Gedeihen brauchen Pflanzen neben dem richtigen Boden und Licht ganz besonders Wasser. Und das nicht nur während heißer Sommermonate, sondern das ganze Jahr über. Wer seinen Garten optimal bewässern möchte, sollte ihn gut kennen, denn neben jahreszeitlichen Faktoren und örtlichen Gegebenheiten spielen auch die Pflanzen selbst eine wichtige Rolle in Sachen Wasserbedarf.

Eine alte Gärtnerweisheit lautet: Die meisten Pflanzen, die den Winter nicht überstanden haben, sind nicht erfroren, sondern vertrocknet. Bewässerung ist im Garten also definitiv ein Ganzjahresthema, wenn natürlich je nach Jahreszeit auch in unterschiedlicher Menge und variierenden Intervallen. „Aber ganz abgesehen von der Witterung sind es eine Reihe weiterer Faktoren, die den individuellen Wasserbedarf eines jeden Gartens bedingen“, erklärt Michael Schmahl, Gärtner von Eden aus Kronberg. „Deshalb gibt es auch keine Faustregel, mit der sich der Wasserbedarf eines Gartens berechnen ließe.“

 

Viele Faktoren

Schließlich sind die Dinge, die es zu berücksichtigen gilt, vielfältig, angefangen bei der Bodenbeschaffenheit des jeweiligen Gartens. Schwere, lehmhaltige Böden können Wasser besser speichern als solche mit einem hohen Sandanteil. Aber auch die Ausrichtung des Grundstücks und die Lichtverhältnisse sind maßgeblich, denn auch dabei greifen die Naturgesetze: je mehr Sonneneinstrahlung, desto höher die Temperaturen und damit die Verdunstung. Ein weiterer wichtiger Punkt wird nach Erfahrung des Gartenprofis oft zu wenig bedacht: Mit der Auswahl der Pflanzen lassen sich in Sachen Wasserbedarf wichtige Weichen stellen. Natürlich spielen auch in diesem Punkt Boden- und Lichtverhältnisse eine Rolle, aber es gibt eigentlich immer Möglichkeiten, die Bepflanzung so zu planen, dass sie den Wasserbedarf des Gartens beeinflusst. So gilt grundsätzlich, dass tief wurzelnde Pflanzen länger ohne zusätzliche Wasserzufuhr auskommen als solche Pflanzen, die ihre Wurzeln dicht unter der Erdoberfläche haben, und dass Gehölze weniger zusätzliche Wassergaben benötigen als Stauden. „Darüber hinaus gibt es natürlich Pflanzen, die von Natur aus mit relativ wenig Wasser auskommen“, so Michael Schmahl weiter, „und es liegt somit am Gartenplaner, bei der Pflanzenauswahl die richtigen Schwerpunkte zu setzen.“

Professionelle Weichenstellung

Doch Gartengestalter wie Michael Schmahl können neben einer detailliert abgestimmten Pflanzplanung noch mehr dafür tun, einen Garten in Sachen Wasserverbrauch nachhaltig zu machen. Etwa, indem sie bei der Planung dafür Sorge tragen, dass möglichst immer ausreichend gespeichertes Regenwasser zum  Bewässerung zur Verfügung steht und dieses dann in stets optimaler Menge und zur richtigen Zeit an die Pflanzen abgegeben wird. So kann etwa ein unterirdisch angelegter Wasserspeicher, eine Zisterne, in die das Wasser aus der Dach- und Flächenentwässerung geleitet wird, als unsichtbares Wasserreservoir dienen. „Die Dimensionierung der Zisterne ist einerseits von der Gartengröße, andererseits von Pflanzenauswahl und Bodenbeschaffenheit und schließlich auch von der Größe der wassersammelnden Flächen abhängig“, erklärt der Gartenprofi, der darüber hinaus die Installation einer automatischen Bewässerungsanlage empfiehlt:  Diese kann elektronisch so gesteuert werden, dass sie für jeden Gartenbereich individuell und zur richtigen Zeit die optimale Wassermenge abgibt. Damit hat eine automatische Bewässerung weit mehr als nur Bequemlichkeitsaspekte: „Wer das komplexe Zusammenspiel aus Witterung, örtlichen Gegebenheiten, Bepflanzung und Bewässerung gut aussteuert, kann sicher sein, dass Wasser wirklich nur in den benötigten Mengen abgegeben und diese wertvolle Ressource bestmöglich geschont, der Garten aber gleichzeitig optimal mit dem lebensnotwendigen Nass versorgt wird“, fasst Michael Schmahl zusammen.

Text
Christiane Stoltenhoff